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EAN-Etiketten durch QR-Codes ersetzen

EAN-Etiketten durch QR-Codes ersetzen – So gelingt die Umstellung

Der klassische EAN-Strichcode auf Produktverpackungen hat bald ausgedient. Ab Ende 2027 müssen Kassensysteme weltweit 2D-Codes wie QR-Codes lesen können. Für Hersteller und Händler bedeutet das: Die bisherigen EAN-13-Barcodes auf Warenetiketten werden schrittweise durch QR-Codes mit GS1 Digital Link ersetzt. Dieser Ratgeber zeigt, wie die Umstellung praktisch funktioniert, welche Etiketten Sie benötigen und worauf Sie achten müssen.

Warum wird der EAN-Strichcode abgelöst?

Der EAN-13-Barcode wurde in den 1970er-Jahren eingeführt und speichert genau eine Information: die GTIN (Global Trade Item Number) – also die Artikelnummer. Mehr nicht. Ein QR-Code hingegen kann zusätzlich Chargennummern, Mindesthaltbarkeitsdaten, Herkunftsangaben und sogar einen Link zu digitalen Produktinformationen enthalten.

Die Initiative GS1 Sunrise 2027 treibt diesen Wandel voran. Bis Ende 2027 sollen alle Kassensysteme im Einzelhandel 2D-Codes verarbeiten können. Hersteller, die früh umstellen, profitieren von besserer Rückverfolgbarkeit, effizienteren Rückrufaktionen und zusätzlichen Marketing-Möglichkeiten über den Code direkt auf der Verpackung.

Was ist ein GS1 Digital Link QR-Code?

Ein GS1 Digital Link ist ein QR-Code, der eine standardisierte Web-Adresse enthält. Diese URL codiert die GTIN des Produkts und kann je nach Kontext unterschiedliche Informationen liefern: An der Kasse liest das System die Artikelnummer aus – genau wie beim alten Strichcode. Scannt ein Verbraucher denselben Code mit dem Smartphone, wird er auf eine Produktseite mit Nährwertangaben, Allergenen oder Nachhaltigkeitsinformationen weitergeleitet.

Der Aufbau folgt dem Schema: https://id.gs1.org/01/GTIN. Optional lassen sich weitere Datenfelder anhängen, etwa Chargen- oder Seriennummern. Entscheidend: Der QR-Code enthält dieselbe GTIN wie der bisherige EAN-Barcode. Die Artikelnummer ändert sich nicht – nur der Datenträger.

Welche Etiketten brauche ich für QR-Codes?

QR-Codes stellen höhere Anforderungen an die Druckqualität als klassische Strichcodes. Während ein EAN-13 nur vertikale Linien enthält, besteht ein QR-Code aus einer Matrix feiner Punkte. Unscharfer Druck oder zu geringe Auflösung führen dazu, dass Scanner den Code nicht lesen können.

Für zuverlässige Ergebnisse empfehlen sich Etiketten mit glatter Oberfläche und ein Druckverfahren mit mindestens 300 dpi Auflösung. Die Mindestgröße eines QR-Codes hängt von der Datenmenge ab – für eine reine GTIN reicht eine Modulbreite ab 0,5 mm, was einem Code von etwa 15×15 mm entspricht. Unsere EAN- und GTIN-Warenetiketten sind für den Druck von 1D- und 2D-Codes optimiert und bieten die nötige Oberflächenqualität.

Schritt für Schritt: Von EAN auf QR umstellen

1. GTIN beibehalten: Ihre bestehende GTIN (EAN-Nummer) bleibt unverändert. Sie wird lediglich in einem neuen Datenträger – dem QR-Code – kodiert. Wenn Sie noch keine GTIN haben, beantragen Sie diese über GS1 Germany.

2. QR-Code generieren: Nutzen Sie einen GS1-konformen Generator, um aus Ihrer GTIN einen QR-Code im Digital-Link-Format zu erstellen. Achten Sie darauf, dass der Code dem GS1 Digital Link Standard entspricht – nicht jeder QR-Code-Generator unterstützt das.

3. Druckvorlage anpassen: Ersetzen Sie den Strichcode in Ihrem Verpackungsdesign durch den QR-Code. Während der Übergangsphase empfiehlt GS1 eine Doppelkennzeichnung: Sowohl EAN-Barcode als auch QR-Code auf der Verpackung, bis alle Kassensysteme 2D-fähig sind.

4. Etiketten bestellen oder drucken: Wenn Sie Produkte nachträglich kennzeichnen, benötigen Sie Warenetiketten mit ausreichender Druckqualität. Für den Eigendruck im Thermotransferverfahren eignen sich Etiketten auf Rolle mit glatter Polyester- oder Papier-Oberfläche.

Übergangsphase: Doppelkennzeichnung empfohlen

GS1 empfiehlt, während der Übergangsphase beide Codes auf dem Produkt anzubringen. Der Grund: Noch nicht alle Kassensysteme können QR-Codes verarbeiten. Mit der Doppelkennzeichnung stellen Sie sicher, dass Ihr Produkt an jeder Kasse scannbar bleibt – ob im Supermarkt mit modernem Imager-Scanner oder im Kiosk mit älterem Laser-Scanner.

Die Doppelkennzeichnung erfordert etwas mehr Platz auf der Verpackung. Planen Sie für den QR-Code mindestens 15×15 mm ein, idealerweise 20×20 mm für zuverlässiges Scannen. Der bisherige EAN-Barcode kann in seiner Standardgröße (ca. 37×26 mm) bestehen bleiben, bis er nicht mehr benötigt wird.

Vorteile für Hersteller und Händler

Die Umstellung auf QR-Codes bietet handfeste Vorteile: Rückverfolgbarkeit bis auf Chargenebene ermöglicht präzisere Rückrufaktionen. Verbraucherinformation direkt über den Verpackungscode erhöht das Vertrauen. Bestandsmanagement mit zusätzlichen Datenfeldern (MHD, Charge) verbessert die Lagerverwaltung. Und für regulierte Branchen wie Pharma oder Lebensmittel erfüllt der QR-Code künftige Dokumentationspflichten automatisch.

Unternehmen, die jetzt beginnen, haben ausreichend Zeit zum Testen. Wer bis 2027 wartet, riskiert Engpässe bei Druckdienstleistern und Verpackungsanpassungen. Unsere EAN/GTIN-Etiketten unterstützen sowohl klassische Strichcodes als auch QR-Codes und eignen sich ideal für die Übergangsphase.

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Fragen zur Umstellung auf QR-Code-Etiketten? Rufen Sie uns an unter +49 7164 - 918 0456 – wir beraten Sie gerne zu Material, Format und Druck.