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Bisphenol A freies Thermopapier

PRESSEERKLÄRUNG
des Göppinger Unternehmens Barcodeetiketten.com zu Bisphenol A
vom 3. April 2018
Warum Steuerfachangestellte, Bankangestellte, Supermarktkassiererinnen und Mitarbeiter/innen in der Dokumentenarchivierung weiterhin gefährlich leben:
Obwohl die gesundheitlichen Risiken von Bisphenol A-haltigen Thermopapieren, die beispielsweise bei Kassenzetteln, Kontoauszügen und Barcodeetiketten zum Einsatz kommen, seit Jahren bekannt ist, tun sich Europäische Union und Bundesregierung weiterhin schwer damit, den Einsatz der Substanz zu verbieten. Erst ab Januar 2020 wird die Konzentration in Thermopapieren EU-weit gesetzlich begrenzt. Und das, obwohl der Markt längst unbedenkliche Alternativen bereithält.
Dabei liest sich die Liste der Schädigungen, die von der Substanz ausgehen können, wie ein Geheimrapport aus dem Labor von Dr. Frankenstein:
Fehlbildungen der Geschlechtsorgane, Unfruchtbarkeit, Lernstörungen bei Kindern, hormonell bedingte Krebsarten, wie Hoden-, Prostata- oder Brustkrebs, außerdem sehen neuere Studien die Substanz als Mitverursacher der Diabetes Typ 2, von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Übergewicht.
Als Hersteller von Barcodeetiketten nehmen wir unsere Verantwortung sehr ernst. Die Gesundheit unserer eigenen Mitarbeiter und die unserer Kunden steht für uns ganz klar an erster Stelle. Barcodeetiketten.com hat aus diesem Grund noch nie Bisphenol A-haltige Thermopapiere verarbeitet und warnt ausdrücklich vor einer Verharmlosung der Substanz aus wirtschaftlichen Erwägungen.
Hintergrund
Das Problem ist seit vielen Jahren bekannt: Bisphenol A (BPA), eine der meistverwendeten Grundsubstanzen in der Kunststoffproduktion, gelangt nicht nur über Lebensmittel (und deren Verpackungen) in den menschlichen Organismus, sondern auch über Thermodrucksysteme, wie sie in Registrierkassen, Fahrkartenschaltern, Parkticketautomaten oder Druckern für Quittungen und Bankauszüge zum Einsatz kommen. Besonders bedenklich hierbei ist, dass herkömmliche Thermopapiere, laut Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), zwischen 0,5 und 3,2 Prozent Bisphenol A enthalten, das nicht fest im Material gebunden ist, und deshalb besonders leicht an die Umwelt abgegeben wird. Die Aufnahme erfolgt bei Kontakt mit dem Papier über die Haut, zusätzlich kann die Substanz aus gebrauchten Thermopapieren über die Altpapierrückführung in Papierverpackungen für Nahrungsmittel gelangen.
Die Europäische Chemikalienagentur (ECHA) beschreibt BPA mittlerweile als „besonders besorgniserregend“ und hat die „reproduktionstoxischen Eigenschaften“¹ inzwischen auch noch um „endokrin schädigenden Eigenschaften“² der Substanz ergänzt.
Ein besonderes Risiko bedeutet das für Menschen, die in Berufen arbeiten, bei denen sie einem permanenten Kontakt mit entsprechenden Papieren ausgesetzt sind, zum Beispiel unsere Kunden.
Unsere Verantwortung
Und hier beginnt unsere Verantwortung: Wir werden auch in Zukunft nicht mit Bisphenol A-haltigen Thermopapieren arbeiten und fordern die Branche zum Umdenken auf. Darüber hinaus fühlen wir uns verpflichtet die Bevölkerung darüber zu informieren, dass es immer noch Unternehmen gibt, die ohne ein ausdrückliches gesetzliches Verbot, an der Verwendung des vordergründig billigsten Materials festhalten. Das bedauern wir sehr.
Wir können die Welt nicht alleine verbessern, aber wir können daran mitwirken, dass ein Bewusstsein entsteht.
Und dieses Bewusstsein macht den Unterschied.
 
 
 ¹ Beeinträchtigung der männlichen und weiblichen Fortpflanzungsfunktionen bzw. -fähigkeit (Fertilität) und Verursachung vorgeburtlicher, nicht vererbbare gesundheitliche Entwicklungsschäden und Fruchtschäden.
² Als Endokrine Disruptoren werden Stoffe bezeichnet, die durch Veränderung des Hormonsystems die Gesundheit schädigen können.